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Grenke senkt Neugeschäftsprognose

Der Finanzierungsdienstleister senkt Prognose für das Leasingneugeschäft im laufenden Jahr, lässt aber die Prognose für den Gewinn nach Steuern unverändert.

Gebäude der Grenke AG in Baden-Baden | Foto: Grenke AG

(Ergänzt um Einzelheiten zum Deckungsbeitrag im zweiten Absatz.)

Globale Lieferengpässe, vor allem bei Herstellern von Computer- und Bürotechnik, haben das Leasingneugeschäft bei der Grenke AG im dritten Quartal belastet. Vor diesem Hintergrund sank das Leasingneugeschäft im dritten Quartal 2021 auf 372,2 Mio. Euro nach 517,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Grenke am späten Montagabend mit.

Deckungsbeitrag leicht rückläufig

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasinggeschäfts erreichte im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 63,6 Mio. Euro, nach 95,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Deckungsbeitragsmarge 2 entwickelte sich im abgelaufenen dritten Quartal aufgrund der Refinanzierungskosten leicht rückläufig und betrug 17,1 Prozent nach 18,4 Prozent im Vorjahreszeitraum, hieß es weiter. Im zweiten Quartal hatte die DB2-Marge 18,1 Prozent erreicht.

In regionaler Hinsicht war der Rückgang beim Leasing-Neugeschäft in der Region Südeuropa mit minus 39,9 Prozent besonders markant.

Der Deckungsbeitrag 2 sank in der Region, zu der Grenke Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien und Spanien zählt, um 40,6 Prozent.

Bei der Neugeschäftssteuerung achte Grenke vor allem auf Deckungsbeitrag und Risikolimitierung, hatte Finanzvorstand Sebastian Hirsch im April bei der Vorlage der Zahlen zum Geschäft im ersten Quartal erklärt.

Anstieg im Factoringgeschäft

Das Neugeschäft der Grenke Gruppe Factoring verzeichnete im dritten Quartal mit einem angekauften Forderungsvolumen von 178,5 Mio. Euro einen Anstieg um 15,6 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr, als  sich der Wert auf 154,4 Mio. Euro belief. Mit einem Plus von 26 Prozent entwickelte sich die Sparte im Inland stärker als im Ausland, wo der Wert bei 11,9 Prozent lag.

Prognose für Gesamtjahr unverändert

Gleichwohl ließ Grenke die Prognose für den Gewinn nach Steuern in diesem Geschäftsjahr unverändert in der Spanne von 60 bis 80 Mio. Euro. Für die am 9. September um 125 Mio. Euro aufgestockte Anleihe lag die Emissionsrendite bei rund 2,5 Prozent, teilte Grenke weiter mit.

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