Deutsche Bank setzt in Italien und Spanien auf betuchte Privatkunden

Künftig will sich das Institut in den Ländern nur noch nach den Wünschen wohlhabender Kunden richten - kleine Filialen werden dafür nicht mehr gebraucht. Details zu ihren Plänen nennt die Bank bislang allerdings nicht.
Filiale mit Geldautomat der Deutschen Bank in Sevilla. | Foto: picture alliance / R. Goldmann | Ralph Goldmann
Filiale mit Geldautomat der Deutschen Bank in Sevilla. | Foto: picture alliance / R. Goldmann | Ralph Goldmann

Die Deutsche Bank will die Zahl ihrer Standorte in Italien und Spanien offenbar drastisch reduzieren: Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge konzentriert sich das Institut künftig auf sogenannte Flagship-Filialen. Bedient werden sollen dort vor allem wohlhabende Kunden.

Strategie der Refokussierung

Bloomberg beruft sich in dem Bericht auf Aussagen von Claudio de Sanctis, der das Privatkundengeschäft außerhalb Deutschlands verantwortet. Zahlen nennt de Sanctis zwar nicht, erklärte aber, der Schritt bedeutete eine Refokussierung in diesen Ländern. Man bewege sich davon weg, alle Privatkunden erreichen zu wollen, sagte er. Künftig gehe es eher um Kunden, die Geld für Investments übrig hätten und anspruchsvollere Produkte oder Kredite verlangen würden.

Wenn man sich erstmal um die Wohlhabenden kümmere, gewinne man am Ende auch eine Menge Reiche und Superreiche als Kunden, wird de Sanctis von Bloomberg zitiert.

Greifen soll die neue Strategie zunächst in Spanien, später auch in Italien und Belgien. Aktuell betreibt die Deutsche Bank nach Angaben von Bloomberg in Spanien noch 158 Geschäftsstellen, in Italien noch 266.

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