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Achleitner rät, bei Nachfolgersuche nicht nur auf einen Kandidaten zu setzen

Kein Kandidat werde alle Kriterien voll und ganz erfüllen können. Es gelte also, die Person zu finden, die dem Zielbild möglichst nahe kommt, sagt der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, der nicht noch einmal antritt.

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Robert Schmiegelt/Geisler-Fotopress

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, hat Tipps für einen Wechsel.

Der Suchprozess nach einem geeigneten Kandidaten dürfe nicht beendet werden, "wenn man das Gefühl hat, den ersten geeigneten Kandidaten gefunden zu haben – und die oder der schon signalisiert hat, diese Aufgabe auch übernehmen zu wollen", sagte Achleitner am Mittwoch beim Deutschen Aufsichtsratstag laut Redetext.

Iterativer Prozess

Denn kein Kandidat werde alle Kriterien voll und ganz erfüllen können. Es gelte also, die Person zu finden, die dem Zielbild möglichst nahe kommt.

Das zur Theorie. Irgendwelche Parallelen zu realen Unternehmen oder Prozessen sind natürlich rein zufälliger Natur.

Paul Achleitner, Aufsichtsratschef der Deutschen Bank

Dies sei ein "iterativer Prozess", sagte Achleitner - also das mehrfache Wiederholen von Handlungen zur Annäherung an das Ziel. "Das zur Theorie. Irgendwelche Parallelen zu realen Unternehmen oder Prozessen sind natürlich rein zufälliger Natur."

Deutsche Bank ist auf der Suche

Die Deutsche Bank sucht nach einer Lösung für die Position an der Spitze ihres Kontrollgremiums. Die EZB pocht Insidern zufolge darauf, bald Klarheit in der Personalie zu schaffen. Den Aufsehern sei Kontinuität und ein geordneter Übergang an der Spitze des Kontrollgremiums wichtig. Achleitners Amtszeit läuft im Mai 2022 nach dann zehn Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums aus.

Bislang hat die Deutsche Bank noch keinen Nachfolger präsentiert. Als mögliche Kandidaten werden unter anderem drei Deutsche-Bank-Aufsichtsräte gehandelt - der Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer, der ehemalige VW-Finanzchef Frank Witter und Bayer-Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann.

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