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Babbel verschiebt überraschend Börsengang in Frankfurt

Noch vergangene Woche hatte CEO Arne Schepker erklärt, er sei "mehr als zufrieden" mit der Resonanz der Investoren und der Zeitpunkt für den Börsengang sei richtig.

Arne Schepker, CEO von Babbel. | Foto: Babbel

(Aktualisiert: Reaktion von begleitenden Banken im dritten Absatz)

Der deutsche Sprachlern-Anbieter Babbel hat seinen Börsengang überraschend abgesagt. Babbel hat gemeinsam mit den Aktionären beschlossen, das Vorhaben aufgrund der derzeit "ungünstigen Marktbedingungen" zu verschieben, teilte das Berliner Unternehmen am Dienstagabend in einer Adhoc-Nachricht mit.

Die Erstnotierung der Babbel-Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse war ursprünglich für den 24. September geplant. Mittelfristig strebten Unternehmen und Aktionäre weiterhin eine Notierung an der Frankfurter Börse an, betonte der Anbieter einer kostenpflichtigen E-Learning-Plattform für webbasiertes Lernen in der Mitteilung.

Morgan Stanley, BNP Paribas, Berenberg und Citi begleiten den Börsengang. Morgan Stanley und Berenberg wollten sich auf Anfrage von FinanzBusiness nicht zum abgesagten Börsengang äußern.

Deutschlands nächstes Einhorn - eigentlich

Das 2007 gegründete Unternehmen hatte bis zu knapp 13 Mio. Aktien in einer Preisspanne zwischen 24 bis 28 Euro angeboten. Die Zeichnungsfrist sollte bis zum 22. September laufen. Babbel hatte damit eine Börsen-Bewertung von bis zu 1,26 Mrd. Euro angestrebt. Auf dieser Bewertungsbasis wäre das Unternehmen aus Berlin zum nächsten deutschen Einhorn geworden.

Vorstandschef Arne Schepker hatte vor knapp einer Woche noch erklärt, er sei "mehr als zufrieden" mit der Resonanz der Investoren und der Zeitpunkt für den Börsengang sei richtig. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Aktien wollte Babbel das Geschäft mit Firmenkunden ausbauen und weiter in die USA expandieren.

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