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Deutsche Immobilienpreise könnten nach Corona noch weiter steigen

Laut einer Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Mrd. Euro steigen. Treiber seien vor allem erneut Wohnimmobilien.

Wohnsiedlung in Berlin. | Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko

Marktanalysten rechnen mit Nachholeffekten aus der Corona-Krise und weiter steigenden Preisen am deutschen Immobilienmarkt. Laut einer Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Mrd. Euro steigen.

Mit 10,8 Prozent bei Eigenheimen und 7,2 Prozent bei Eigentumswohnungen haben wir in 2020 die stärksten Preiszuwächse seit Beginn unserer Aufzeichnungen in den 80er-Jahren festgestellt.

Sebastian Wunsch, Immobilienmarktanalyst, Gewos

Das bestätigt Gewos-Mitarbeiter Sebastian Wunsch mit Zahlen aus 2020: "Die Preisdynamik im Bereich des selbst genutzten Wohneigentums hat sich im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt. Mit 10,8 Prozent bei Eigenheimen und 7,2 Prozent bei Eigentumswohnungen haben wir in 2020 die stärksten Preiszuwächse seit Beginn unserer Aufzeichnungen in den 80er-Jahren festgestellt."

Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Mrd. Euro betragen.

Zahl der Transaktionen steigt nur leicht

Treiber seien vor allem die Wohnimmobilien, deren Volumen vom Vorjahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Mrd. Euro wächst. Das geht aus der aktuellen Gewos-Prognose hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gleichzeitig werde die Zahl der Transaktionen nur leicht um 1,4 Prozent steigen. Der Durchschnittspreis pro Kauf steigt weiter.

Eine höhere Zahl an Kauffällen haben wir letztmalig im Jahr 1999 registriert.

Sebastian Wunsch, Immobilienmarktanalyst, Gewos

Stadtflucht aufgrund von Wohnraumknappheit

Das hohe Transaktionsaufkommen halte seit der zweiten Jahreshälfte 2020 an. "Eine höhere Zahl an Kauffällen haben wir letztmalig im Jahr 1999 registriert."

Das Marktgeschehen verlagere sich dabei zunehmend aus den leergekauften Märkten in Großstädten in die Speckgürtel und in ländliche Räume. Der Trend ins Umland scheine sich im Licht der Pandemieerfahrungen zu verstärken, sagte Wunsch.

Ein- und Zweifamilienhäuser besonders gefragt

Besonders gefragt sind Ein- und Zweifamilienhäuser, für die Gewos im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von 259.300 Kauffällen registrierte.

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