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Wie der BVR viel Zeit sparen kann

BVR-Präsidentin Marija Kolak möchte, dass Volks- und Raiffeisenbanken ihr Geschäft jenseits der klassischen Bankdienstleistungen erweitern. Ein Blick in die Südpfalz könnte ihr die Arbeit erleichtern.

Patrick Morio, Abteilungsdirektor Vorstandsstab & Unternehmensentwicklung der VR Bank Südpfalz | Foto: VR Bank Südpfalz

In einem am Montag im Handelsblatt veröffentlichten Interview hat Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), ein Zielbild für das Genossenschaftslager skizziert: "Wir wollen ein erweitertes Ökosystem aufbauen. So können Genossenschaftsbanken vor Ort auch in einer immer digitaleren Welt alltagsrelevant für ihre Kunden bleiben. Die Priorität bei dem Vorhaben ist, Kontakt und Schnittstelle zu den Kunden abzusichern."

VR-Privatsekretär für Leistungen jenseits des Bankings

Wie das bereits seit langem in der Praxis aussieht, kann sich Kolak bei der VR Bank Südpfalz in Landau anschauen. Das Institut hat vor rund fünf Jahren genau so ein Geschäftsmodell etabliert. Unter dem Label VR-Privatsekretär offeriert das Institut seinen Kunden und Mitgliedern viele Zusatzleistungen jenseits des Bankings.

Wir bieten unseren Kunden damit einen wirklichen Mehrwert, in dem wir ihnen den Alltag erleichtern.

Patrick Morio, Abteilungsdirektor Vorstandsstab & Unternehmensentwicklung der VR Bank Südpfalz

"Wir bieten unseren Kunden damit einen wirklichen Mehrwert, in dem wir ihnen den Alltag erleichtern", sagt Patrick Morio, Abteilungsdirektor Vorstandsstab & Unternehmensentwicklung der VR Bank Südpfalz im Gespräch mit FinanzBusiness.

Die Kunden können dabei entweder ein Komplettpaket oder einzelne Module buchen. Und derer gibt es drei: Korrespondenz, Residenz und Technik.

Die Resonanz der Kunden bezeichnet Morio als gut, "natürlich mit weiterem Potenzial". Rund 1400 nutzen den VR-Privatsekretär bislang in der Südpfalz. Und von dem Service profitieren nicht nur die Kunden.

Leistungen werden durch Mitarbeiter oder Firmenkunden erbracht

"Viele Leistungen werden beispielsweise durch unsere Serviceberater, Facility-Management- oder IT-Mitarbeiter erledigt. Wir können unser Personal dadurch optimal auslasten und Zusatzerträge generieren", sagt Morio.

Zudem werde die VR Bank Südpfalz als Ansprechpartner vor Ort über das Bankgeschäft hinaus wahrgenommen. "Wir sind unaustauschbar und haben ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die profitiert auch dadurch, dass die eigenen Firmenkunden bei Bedarf als Dienstleister engagiert werden. Morio: "Wir können dadurch mitunter schneller einen Termin anbieten oder diese koordinieren, als wenn sich der Kunde selbst an Handwerker wendet."

Ein Modul kostet von 4,90 Euro an

Die Module können einzeln oder als Gesamtpaket gebucht werden. Mitglieder der Volksbank zahlen zwischen 4,90 und 9,90 als monatliche Servicepauschale im Monat oder 14,90 Euro für das Gesamtpaket. Für Kunden liegen die Modul-Kosten zwischen 9,90 und 14,90 Euro, das Gesamtpaket bei 24,90 Euro. Beim Paket Residenz kommen die Kosten für Material und Handwerker jeweils dazu.

Auch Sparkassen nutzen den VR-Privatsekretär

Inzwischen hat der VR-Privatsekretär auch eine wirklich strategische Bedeutung für die VR Bank Südpfalz bekommen. "Neben dem zusätzlichen Standbein für uns neben dem Banking, bieten wir das Konzept inzwischen auch anderen Banken und Sparkassen an", betont Morio. Für einen mittleren vierstelligen Betrag nutzen zurzeit 16 genossenschaftliche Institute und Sparkassen den VR-Privatsekretär, der vor Ort natürlich selbst gebrandet werden kann.

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Das Institut will in den kommenden drei Jahrzehnten "Net Zero" werden und ihr Portfolio grundlegend umbauen: Bereits bis 2025 soll sich das nachhaltige Geschäftsvolumen verdreifachen - auf dann 300 Mrd. Euro.

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