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Der Ruf nach einem zweiten Wirecard-Untersuchungsausschuss wird lauter

Nach den Fraktionen der Linken und der FDP im Deutschen Bundestag fordern auch die Grünen das Gremium. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs.

Lisa Paus, finanzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied und Obfrau im Wirecard-Untersuchungsausschuss. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt

Der Ruf nach einer Neuauflage des Wirecard-Untersuchungsausschusses wird lauter. Nach FDP und Linken fordern nun auch die Grünen das Gremium, berichtet die Börsen-Zeitung.

"Es bleibt kein anderer Weg. Sollte es beim Beschluss des BGH bleiben, muss ein zweiter Untersuchungsausschuss das Versagen der Wirtschaftsprüfer unter die Lupe nehmen", zitiert die Zeitung Lisa Paus, finanzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied und Obfrau im Wirecard-Untersuchungsausschuss.

Formale Auflösung im Juni

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH). Dieser hatte zu Monatsbeginn entschieden, dass der Bericht des Sonderermittlers, der für den Untersuchungsausschuss die Arbeit der Wirtschaftsprüfer im Wirecard-Skandal unter die Lupe nahm, unter Verschluss bleibt. Begründet wurde dies damit, dass sich der erste Untersuchungsausschuss des Bundestages bereits im Juni formal aufgelöst hatte.

"Dass der Untersuchungsausschuss jetzt nicht mehr existiert, war die formale Begründung der Richter des BGH, den Antrag auf Entstufung der EY-Dokumente abzulehnen", so Paus laut dem Bericht. Auch Union und SPD schrieb die Grünen-Abgeordnete eine Mitschuld zu, dass der Plan von EY bei der Einstufung des Berichts als "geheim" aufgegangen sei. "Sie haben auf ein schnelles Ende des Untersuchungsausschusses ge­drängt", sagte Paus laut der Börsen-Zeitung.

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