FinanzBusiness

GFT verringert Abhängigkeit von Deutscher Bank und Barclays

Der Anteil der beiden Top-Kunden Deutsche Bank und Barclays am Gesamtumsatz ging im ersten Halbjahr 2021 auf 17 Prozent zurück, meldet der Technologienstleister.

Marika Lulay, CEO von GFT Technologies | Foto: GFT Technologies

Die Geschäfte des auf Software für die Finanzbranche spezialisierten Technologiekonzerns GFT laufen wieder gut. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 261,58 Mio. Euro zu, wie Vorstandschefin Marika Lulay heute in Stuttgart mitteilte. "Wir spüren einen deutlichen Aufwind für unser Geschäft."

Viele Kunden holten Projekte nach, die wegen der Pandemie verschoben worden waren. Das Vorsteuerergebnis vervierfachte sich in den ersten sechs Monaten auf 16,62 Mio. Euro.

Wachsende Distanz zu Banken

Bereinigt um die Top-2-Kunden betrug das Wachstum sogar 26 Prozent, teilte die Gesellschaft weiter mit. Als Top-2-Kunden nennt das Unternehmen Deutsche Bank und Barclays. Im Versicherungs- sowie im Industriegeschäft habe der Konzern seine Wachstumsziele erreicht, heißt es weiter. Wie berichtet, entspricht das genau der Strategie: GFT arbeitet daran, seine Abhängigkeit von Banken zu reduzieren.

GFT erzielt 2020 mehr Umsatz, bleibt beim Gewinn aber deutlich unter Vorjahr 

GFT beschäftigte Ende Juni insgesamt 6806 Mitarbeiter. Dies waren 22 Prozent mehr als zum Ende des Vorjahreszeitraum 2020. Vor allem in Brasilien wurde zusätzliches Personal eingestellt. Das börsennotierte Unternehmen bestätigte seine Prognose. Für 2021 wird ein Konzernumsatz von 550 Mio. Euro erwartet und ein Vorsteuerergebnis von 36 Mio. Euro.

Mehr von FinanzBusiness

N26 ist vom Absturz von Platz eins auf Platz 17 beim Finnoscore überrascht

Die von der Wiener Beratungsgesellschaft Finnoconsult erstellte Studie zur digitalen Kompetenz deutscher Finanzinstitute brachte ein unerwartetes Ergebnis: N26 verlor die Spitzenposition an die Sparda-Bank Baden-Württemberg und landete im Mittelfeld. Auf Anfrage von FinanzBusiness nimmt die Neobank Stellung.

Volksbank Pirna fusioniert mit Wohnungsgenossenschaft GWG Sebnitz

Als Fusionsstichtag ist der 1. Januar 2022 angesetzt, die Mitglieder- und Vertreterversammlungen beider Genossenschaften müssen allerdings noch zustimmen. Grundsätzlich ist die Volksbank offen für weitere Zusammenschlüsse dieser Art, erfuhr FinanzBusiness vom Vorstandsvorsitzenden des Instituts.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Finanzjob