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Commerzbank Chefvolkswirt warnt vor "Mager-Wachstum" im Herbst

Auch wegen der Folgen neuer Corona-Beschränkungen hatte der Commerzbank-Ökonom die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2021 bereits von 4,0 auf 3,3 Prozent gesenkt.

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank | Foto: Commerzbank

Die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern dämpfen Ökonomen zufolge das Wirtschaftswachstum in Deutschland.

"Nach unseren Schätzungen könnten die Corona-Beschränkungen das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um ein halbes Prozent senken", schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse.

Die vor allem für Ungeimpfte beschlossenen Beschränkungen würden etwa ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung treffen und seien somit zwar nicht mit den Restriktionen in zurückliegenden Corona-Wellen vergleichbar. "Gleichwohl stellen sie für viele ohnehin geschwächte Dienstleistungsunternehmen eine erneute wirtschaftliche Belastung dar", betonte Krämer.

Wir rechnen für das vierte Quartal mit einem Mager-Wachstum.

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank

Von Oktober bis Dezember dürfte das Bruttoinlandsprodukt daher nur um 0,2 Prozent zulegen. "Wir rechnen für das vierte Quartal mit einem Mager-Wachstum", sagte Krämer dazu. Auch wegen der Folgen neuer Corona-Beschränkungen hatten die Commerzbank-Ökonomen bereits ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2021 von 4,0 auf 3,3 Prozent gesenkt.

Ungeimpfte müssen vom 11. Oktober an Corona-Tests selbst bezahlen, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Dies beschlossen Bund und Länder bei den Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag.

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