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KfW startet Hilfsprogramm für betroffene Kommunen und Organisationen der Flutkatastrophe

Städten und Gemeinden sowie kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen werden insgesamt 500 Mio. Euro zu einem subventionierten Zinssatz von minus 1,00 Prozent bereitgestellt.

Folgen der Flutkatastrophe in Bad Neuenahr. | Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Joerg Niebergall/Eibner-Pressefo

Die KfW bereitet kurzfristig ein Hilfsprogramm für Kommunen in den vom Hochwasser betroffenen Bundesländern im Umfang von 500 Mio. Euro vor. Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen soll ab dem 28. Juli für die Beseitigung von Hochwasserschäden der "Investitionskredit Kommunen" der KfW mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einem von der KfW subventionierten Zins von minus 1,00 Prozent zur Verfügung gestellt werden, wie die Förderbank mitteilt.

Anträge aus dem "IKK-Sonderprogramm Beseitigung von Hochwasserschäden 2021" können bis zum 30. Juni 2022 gestellt werden. Vorgesehen ist zudem, dass Unternehmen in kommunaler Trägerschaft sowie gemeinnützige Organisationen für die Beseitigung von Hochwasserschäden einen Betriebsmittelkredit aus dem KfW-Programm "Investitionskredit Kommunale Unternehmen" mit einer Laufzeit von zehn Jahren nutzen können.

Bis zu 150 Mio. Euro Kreditrahmen für Kommunen

Für Kommunen beträgt der Kredithöchstbetrag im Programm "Investitionskredit Kommunen" 150 Mio. Euro pro Kalenderjahr. Für kommunale Unternehmen und gemeinnützige Organisationen liegt der Höchstbetrag im Programm "Investitionskredit Kommunale Unternehmen" in der Regel bei 50 Mio. Euro, teilte ein KfW-Sprecher FinanzBusiness mit.

"Ich bin erschüttert von dem menschlichen Leid und den enormen materiellen Schäden, die dieses Hochwasser verursacht hat. Die Bewältigung dieser Katastrophe ist eine Herausforderung an unsere gesamte Gesellschaft", sagte Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW, zur Auflegung des Programms.

"Da ist es gut, dass wir in Deutschland mit den Landesförderinstituten, der KfW und der Deutschen Kreditwirtschaft über ein hochentwickeltes und differenziertes Fördersystem verfügen, das jetzt erneut zeigen muss, was es kann. Die KfW nimmt ihre Verantwortung wahr und unterstützt mit eigenen Erträgen und passgenauen Förderinstrumenten die betroffenen Kommunen beim Wiederaufbau der Infrastruktur", so der Vorstandschef.

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