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EU-Aufsicht ruft Banken zur Erstellung zehnjähriger Klimapläne auf

EBA gibt den Instituten eine Empfehlung, wie sie ESG-Gefahren unter anderem in ihren Geschäftsstrategien und ihrem Risikomanagement berücksichtigen sollten.

Eine Aktion von Greenpeace in Basel, im Zusammenhang mit der Finanz-Kampage, welche eine stärkere Regulierung des Schweizer Finanzplatzes bezüglich Klimarisiken fordert. | Foto: picture alliance/KEYSTONE | GEORGIOS KEFALAS

Die EU-Bankenaufseher haben die Geldhäuser in der Ländergemeinschaft zur Erarbeitung zehnjähriger Pläne für den Umgang mit Klimarisiken aufgerufen. Die Finanzinstitute sollen darlegen, wie sie Gefahren für ihre Geschäfte im Zusammenhang mit den Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung - in Fachkreisen "ESG" abgekürzt - bewältigen wollen, wie die EU-Bankenbehörde EBA mitteilte.

In ihrem Bericht gaben die Aufseher Banken und Investmentfirmen Empfehlungen, wie sie solche ESG-Gefahren unter anderem in ihren Geschäftsstrategien und ihrem Risikomanagement berücksichtigen sollten.

Bedeutung von ESG-Kriterien steigt

Für Anleger am Finanzmarkt werden ESG-Kriterien für nachhaltiges Investieren immer wichtiger. Inzwischen fließen beispielsweise mehr und mehr Investorengelder in klimafreundliche Projekte und Unternehmen. Die Aufseher wollen unter anderem erreichen, dass Anleger transparent und verlässlich über die Klima- und Nachhaltigkeitsbilanz einer Firma informiert werden.

Nach den Vorstellungen der EBA sollen Banken über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren strategisch planen. Sie sollen dabei ihre Widerstandsfähigkeit in verschiedenen Szenarien darlegen, ihre Ziele in den Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) nennen und die Notwendigkeit ausloten, nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen. Bislang planen Banken typischerweise strategisch für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.

Klima stellt Risiko für Kredit-Engagements dar

Klimarisiken für Finanzinstitute können beispielsweise Risiken für ihre Kredit-Engagements sein, die sich konkret aus dem Klimawandel ergeben. Zu solchen physischen Gefahren zählen extreme Wettergeschehen, Stürme, Überschwemmungen oder mit Hitzewellen verbundene Gefahren wie etwa Wassermangel. Dazu kommen die Risiken, die für die Institute mit neuen Gesetzen und Regeln und dem technologischen Wandel im Zusammenhang mit dem Klimawandel verknüpft sind.

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