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Im ersten Quartal wächst VW Financial Services nur im Ausland

In China, Italien und den USA legt der Finanzdienstleister der Volkswagen Gruppe zu, in Deutschland indes nicht - unterm Strich steigt der Gewinn um knapp 40 Prozent.

Volkswagen Financial Services in Braunschweig | Foto: VW Financial Services

Das operative Ergebnis macht einen Sprung von 38,8 Prozent, obwohl das Geschäft selbst insgesamt nur leicht zulegt und in einzelnen Märkten sogar rückläufig ist: So lief es für Volkswagen Financial Services (VWFS) im ersten Quartal.

Prognose auf Vorjahresniveau

Das Unternehmen hat einen Gewinn von 908 Mio. Euro eingefahren und bezeichnet diesen Erfolg dennoch lediglich als "solide" – intern geht im Moment offenbar niemand davon aus, dass es in diesem hohen Tempo weitergeht.

"Mit Blick auf die aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht abzuschätzende weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung, rechnen wir für das Jahr 2021 weiterhin mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau", erklärt CEO Lars-Henner Santelmann in einer Mitteilung.

Pandemiebedingt mussten wir in einigen Regionen Rückgänge beim Neugeschäft hinnehmen.

Lars-Henner Santelmann, CEO, Volkswagen Financial Services

Zwar hätte VWFS zum Jahresauftakt davon profitieren können, dass Vertragsbestand insgesamt weiter wächst und die Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen seien, sagt er und räumt zugleich ein: "Pandemiebedingt mussten wir in einigen Regionen Rückgänge beim Neugeschäft hinnehmen."

Besonders schwierig war die Lage in Deutschland, dem größten Einzelmarkt der VW-Tochter. Von Januar bis März 2021 wurden noch 468.500 Verträge mit deutschen Kunden neu abgeschlossen – 17,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Auch der Vertragsbestand sank: Er reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 6,28 Mio. Stück (Vorjahr: 6,41 Mio.).

Expansion zahlt sich aus

Besser sah es im Ausland aus, vor allem in China, Italien und den USA - hier legte VWFS so stark zu, dass die Rückgänge im Heimatmarkt letztlich kompensiert werden konnten.

In China stieg die Zahl der abgeschlossenen Neuverträge im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 54 Prozent auf 154.146 Stück, signifikante Zuwächse meldet das Unternehmen auch für Italien (149.108 Neuverträge; +53,3 Prozent) und die USA (146.552 Neuverträge; + 19 Prozent).

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