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Bei der Commerzbank fallen weniger Stellen weg - mehr Filialen bleiben erhalten

Der Jobabbau bei der Commerzbank ist geringer als ursprünglich vom Management vorgesehen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi nach einer Sitzung des Gesamtbetriebsrats am Freitag mit.

Verdi-Bundesvorsitzender Christoph Schmitz. | Foto: Verdi

Im Zuge der Restrukturierung bei der Commerzbank fallen weniger Stellen weg, als ursprünglich vom Management geplant. Dies teilte die Gewerkschaft Verdi nach einer Sitzung des Gesamtbetriebsrats mit.

Laut der Gewerkschaft werden in Deutschland nur 7600 und nicht wie geplant 12.800 Jobs wegfallen. Auch bleiben hierzulande mehr Filialen erhalten als das Management um CEO Manfred Knof zunächst geplant hatte: nämlich mindestens 450 statt 200.

Auch bei den digitalen Beratungscentern konnte sich die Gewerkschaft durchsetzen; statt dreien wird es bundesweit nun zwölf von ihnen geben, und sie werden nicht in tariflose Töchter ausgelagert, sondern bleiben Bestandteil der Commerzbank, heißt es in der Mitteilung.

Damit ist die Transfergesellschaft vom Tisch, betriebsbedingte Kündigungen de facto nicht mehr möglich.

Christoph Schmitz, das für Banken zuständige Mitglied des Verdi-Bundesvorstandes

Auch wird beim Abbau der Stellen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet: "Damit ist die Transfergesellschaft vom Tisch, betriebsbedingte Kündigungen de facto nicht mehr möglich und es wird jetzt wichtig darauf zu achten, dass nicht zu viele Beschäftigte zu schnell gehen wollen und wir die restliche Belegschaft nicht überlasten", so Christoph Schmitz, Mitglied des Verdi-Bundesvorstandes und dort für Banken zuständig.

Commerzbank-Restrukturierung vermeidet betriebsbedingte Kündigungen 

Beschäftigte bis zum Geburtsjahrgang 1968 könnten acht Jahre lang in Altersteilzeit oder für sieben Jahre in den Vorruhestand gehen. Für "Veränderungswillige" ist eine Sprinterprämie von 60.000 Euro vorgesehen sowie eine interne Qualifizierung auf die neuen Aufgaben. Daneben sind auch Abfindungsangebote möglich, bestätigte Verdi in der Mitteilung entsprechende Informationen von FinanzBusiness.

Commerzbank bietet Mitarbeitern, die freiwillig gehen, "Sprinterprämie" 

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