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KfW ermöglicht mehr Homeoffice

Auch wenn das Interesse momentan noch begrenzt ist, erwartet die staatliche Förderbank, dass hybrides Arbeiten die Zukunft ist - inklusive Desk-Sharing.

Junge Frau mit Kleinkind arbeitet im Homeoffice am Computer | Foto: picture alliance / Winfried Rothermel | Winfried Rothermel

Obwohl die Inzidenz-Zahlen seit einigen Tagen sinken und die Impf-Kampagne voranschreitet, arbeiten zahlreiche Arbeitnehmer nach wie vor aus dem Homeoffice. Denn die Empfehlung der Bundesregierung ist klar: Die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten, müssen Arbeitgeber bieten, sofern es betrieblich keine zwingenden Gründe dagegen gibt. Erst Mitte April wurde diese Corona-Arbeitsschutzverordnung bis Ende Juni verlängert.

Bis zu 40 Prozent mobiles Arbeiten

Das gilt auch für staatliche Einrichtungen wie die KfW. Aktuell arbeiten rund 80 Prozent der Angestellten von Zuhause, erfuhr FinanzBusiness von der staatlichen Förderbank. Für die Zeit nach der Pandemie habe man einen Rahmen mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, der Angestellten bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mobiles Arbeiten ermöglicht.

Das Interesse ist aktuell während der Pandemie geringer, da viele Mitarbeiter lieber ins Büro kommen würden, um Kollegen zu treffen und sich auszutauschen.

KfW-Sprecherin

"Das Interesse ist aktuell während der Pandemie geringer, da viele Mitarbeiter lieber ins Büro kommen würden, um Kollegen zu treffen und sich auszutauschen", teilte eine Sprecherin FinanzBusiness mit. Man gehe aber davon aus, dass sich das mobile Arbeiten mit der Zeit zum hybriden Arbeiten entwickeln wird und die Mitarbeiter die Flexibilität schätzen werden.

Flächendeckende Regelung

Die getroffene Vereinbarung gelte für alle Angestellten und Führungskräfte unterhalb des Vorstands. Damit geht die KfW weiter als so manche Privatbank. Denn die Deutsche Bank hatte FinanzBusiness beispielsweise signalisiert, dass auch in Zukunft nicht jede Jobposition flexibles Arbeiten zulasse und man deshalb keine konzernweite Regelung finden werde.

Corona beschleunigt Trend zum mobilen Arbeiten in Bankinstituten 

Gleichzeitig geht die KfW aber auch nicht so weit wie beispielsweise die ING, die es ihren Angestellten gänzlich freistellt, wann und wie viel sie ins Büro kommen und darüber hinaus auch ein Budget für Mobiliar für Zuhause bereitstellt.

ING Deutschland verankert mobiles Arbeiten in Gesamtbetriebsvereinbarung

Die KfW stellt, ähnlich wie andere Institute auch, die technische Infrastruktur. Bei der Commerzbank und der BaFin hingegen müssen Angestellte ihre eigenen Endgeräte nutzen.

Wichtig ist, dass abgesprochen wird, wer im Homeoffice und wer in der KfW arbeiten wird , so dass es eine ausgeglichene Büroauslastung geben wird.

KfW-Sprecherin

Wie und wann genau die KfW-Angestellten sich die Zeiten in und außerhalb des Büros in Zukunft aufteilen, regelt eine Team-Charta, berichtet die Sprecherin FinanzBusiness weiter: "In dieser vereinbart die Führungskraft mit den Mitarbeitern die konkreten Spielregeln für das Team unter Beachtung des Gesamtrahmens. Wichtig ist, dass abgesprochen wird, wer im Homeoffice und wer in der KfW arbeiten wird , so dass es eine ausgeglichene Büroauslastung geben wird."

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