FinanzBusiness

DZ Bank hat Impfstraße für Corona-Impfung der Mitarbeiter bereits fertig gestellt

Bei Banken ist die Bereitschaft groß, die Impfstrategie der Bundesregierung zu unterstützen. Einige Institute haben ihr Konzept schon in der Schublade und warten nur darauf, loslegen zu dürfen. Andere prüfen noch. Dies ergab ein Rundruf von FinanzBusiness.

Die Impfkabinen in den Räumen der DZ Bank in Frankfurt. | Foto: DZ Bank

Zahlreiche Banken und Sparkassen signalisieren ihre Bereitschaft, die Impfkampagne gegen das Corona-Virus zu unterstützen und ihre Mitarbeiter selbst zu impfen. Die größte deutsche Sparkasse, die Haspa in Hamburg, hat ein Impf-Konzept schon in der Schublade, die DZ Bank hat in Frankfurt ihre erste Impfstraße sogar bereits fertig gestellt. Das ergab ein Rundruf von FinanzBusiness.

Die Hypovereinsbank in München, hatte am Donnerstag angekündigt, die Errichtung von 20 Impfstraßen an bundesweit 15 Standorten vorzubereiten.

Die Hypovereinsbank macht ihren Mitarbeitern ein Impfangebot

Wir haben in unseren Frankfurter Gebäuden die erste Impfstraße mit insgesamt neun Impfkabinen, Ruheliegen und Kühlstationen für den Impfstoff fertiggestellt.

Freya Ruckelshausen, Sprecherin der DZ Bank

Weiter ist bereits die DZ Bank, die in Deutschland 5261 Mitarbeiter beschäftigt. "Wir haben in unseren Frankfurter Gebäuden die erste Impfstraße mit insgesamt neun Impfkabinen, Ruheliegen und Kühlstationen für den Impfstoff fertiggestellt", sagte Sprecherin Freya Ruckelshausen FinanzBusiness auf Anfrage. An den weiteren 14 Standorten in Deutschland will die DZ Bank ebenfalls Impfstraßen einrichten, kündigte sie an.

Auch die Stadtsparkasse München hat bereits die technischen Voraussetzungen geschaffen, ihre 2290 Mitarbeiter gegen das Corona-Virus zu impfen. "An den beiden großen Standorten Nord-Schwabing und Münchener Innenstadt gibt es Räume mit der notwendigen medizinischen Ausrüstung. Ein Terminplanungs-Tool existiert ebenfalls bereits", sagte Sprecher Sebastian Sippel FinanzBusiness.

Wir haben bereits vorausschauend ein Impf-Konzept entwickelt. Sobald genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, wird es ein freiwilliges Impfangebot an alle Haspa-Mitarbeitenden geben.

Stefanie von Carlsburg, Pressesprecherin der Haspa

Konkret sind die Pläne auch in Hamburg, bei Deutschlands größter Sparkasse, der Haspa. "Wir haben bereits vorausschauend ein Impf-Konzept entwickelt. Sobald genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, wird es ein freiwilliges Impfangebot an alle Haspa-Mitarbeitenden geben", sagte Sprecherin Stefanie von Carlsburg FinanzBusiness. Details nannte sie aber nicht. Bereits heute ständem jedem der rund 4700 Mitarbeiter zwei Selbsttests pro Woche zur Verfügung, so von Carlsburg weiter.

Derweil befindet sich die Deutsche Bank bei der Impfung von Mitarbeitern noch in der Prüfphase. Sprecherin Christine Peters bekräftigte auf Anfrage von FinanzBusiness aber: "Wir wollen als Deutsche Bank unseren Beitrag leisten." Voraussetzung sei natürlich, dass ausreichend Vakzin zur Verfügung stehe.

Selbsttests bereits ausreichend vorhanden

Bei den Selbsttests ist Deutschlands größte Bank schon weiter. Zurzeit ist laut Peters gesichert, dass jedem Mitarbeiter ein Selbsttest pro Woche zur Verfügung steht. Die Verteilung an die Standorte der Bank bundesweit sei abgeschlossen. In Kürze sollen es dann zwei Selbsttests pro Woche sein. Angaben über die Mitarbeiterzahl hierzulande macht die Deutsche Bank nicht - die Zahl der Vollzeitstellen hierzulande betrug zum Ende vergangenen Jahres 31.315.

Auch die Commerzbank will sich an der Immunisierung ihrer Angestellten beteiligen. "Auch die Commerzbank möchte ihren Mitarbeitern gerne die Corona-Impfung ermöglichen. Darauf bereiten wir uns derzeit vor", sagte Institutssprecher Dennis Bartel FinanzBusiness. So bereitet sich die Commerzbank darauf vor, Betriebsärzte zur Impfung einzusetzen.

Mitarbeiter in kritischer Infrastruktur

Dabei will sich das Institut streng nach der Impfreihenfolge richten. Dazu gehört auch, dass Angestellte in der Bargeldversorgung und im Zahlungsverkehr ein wenig früher geimpft werden, weil sie als Mitarbeiter in der sogenannten kritischen Infrastruktur der Impfgruppe 3 angehören, so Bartel.

Bei der ING Deutschland, die keine Filialen betreibt und deren Mitarbeiter daher kaum Kundenkontakte haben, wird aktuell geprüft, ob die Mitarbeiter geimpft werden können, so Sprecher Sebastian Göb. Mitarbeiter, die nicht von Zuhause arbeiten können oder wollen, bekommen zwei Selbsttests pro Woche angeboten.

Änderung der Imstoffverordnung notwendig

Bevor aber die erste Impfung in den Banken verabreicht werden kann, muss Berlin aber den Startschuss geben. "Das Bundesgesundheitsministerium muss die Impfstoffverordnung abändern, also auch die Betriebsärzte in die Impf-Kampagne einbeziehen, erläutert Anette Wahl-Wachendorf, die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, FinanzBusiness.

Die Betriebsärzte sehen auch noch ungeklärte Fragen, etwa bei Impfstoffbeschaffung, Honorierung und Haftung. Hier gebe es in einzelnen Bundesländern, etwa Hamburg, aber Gespräche auf regionaler Ebene, sagte Wahl-Wachendorf.

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