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Gewinn der Bad Bank FMS bricht 2020 stark ein

Die mit der Abwicklung des ehemaligen Portfolios der Hypo Real Estate betraute bundeseigene Gesellschaft meldet für 2020 über 200 Mio. Euro niedrigere Gewinne als 2019.

Schriftzug von FMS Wertmanagement | Foto: picture alliance / dpa | Andreas Gebert

Bei der bundeseigenen Bad Bank FMS Wertmanagement sind die guten Zeiten mit unverhofft hohen Gewinnen vorüber.

Das mit der Abwicklung des ehemaligen Portfolios der untergegangenen Hypo Real Estate betraute Staatsunternehmen meldete am Dienstag für das vergangene Jahr noch einen Gewinn von 23 Mio. Euro - das sind über 200 Mio. weniger als 2019. Für dieses Jahr peilt die FMS ein ausgeglichenes Ergebnis an, wie Vorstandssprecher Christoph Müller bei der Vorstellung der Jahresbilanz in München sagte.

Unerwartet hohe Gewinne in den Vorjahren

Die FMS hatte in den vergangenen Jahren mehrfach unerwartet hohe Ergebnisse erzielt, 2019 waren es 236 Mio. Euro. Dass diese für den Bund erfreuliche Phase enden würde, war von vornherein klar, da das Portfolio stetig kleiner wird und die FMS kein Neugeschäft machen darf - übrig bleiben nur schwer oder gar nicht verkäufliche Papiere mit zum Teil jahrzehntelangen Laufzeiten bis in die zweite Jahrhunderthälfte.

Der Betrieb der FMS kostet alljährlich eine dreistellige Millionensumme, so dass die Kosten eines Tages die Erträge übersteigen werden, wie der FMS-Vorstand in den vergangenen Jahren mehrfach betont hat.

Altlasten der HRE

2010 hatte die FMS Altlasten der HRE mit einen nominellen Wert von 175,7 Mrd. Euro übernommen, Ende 2020 waren noch 61,4 Mrd. übrig. In diesem Jahr soll der im Februar angekündigte Verkauf der in Dublin ansässigen Bank Depfa an die österreichische Bawag-Gruppe abgeschlossen werden, das Portfolio soll um weitere fünf Milliarden Euro schrumpfen.

Bund verkauft Pfandbriefbank Depfa an österreichische Bawag Group

Zahlreiche Wertpapiere und Forderungen sind illiquide, und die Margen entsprechen nicht mehr dem heute am Markt verlangten Niveau.

Carola Falkner, Finanzchefin der FMS

"Zahlreiche Wertpapiere und Forderungen sind illiquide, und die Margen entsprechen nicht mehr dem heute am Markt verlangten Niveau", sagte Finanzchefin Carola Falkner bei der Online-Pressekonferenz. Einen Schwerpunkt bilden italienische Papiere mit einem Anteil von einem Viertel.

Ausgeglichenes Ergebnis für 2021 im Blick

Eine gute Nachricht: Die Corona-Krise hat keine unvorhergesehenen Schäden verursacht. "Unser Portfolio zeigt sich sehr robust gegenüber der Covid19-Pandemie", sagte Falkner. Für 2021 rechnet die FMS mit einem ausgeglichenen Ergebnis, "sofern die Märkte einigermaßen stabil bleiben", wie Vorstandssprecher Müller sagte.

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