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Evangelische Bank schließt sich der "Partnership for Carbon Accounting Financials" an

Die Initiative steht für die standardisierte Messung und Offenlegung von Treibhausgasemissionen. Die Mitgliedschaft sei Teil der Klimastrategie der Kirchenbank, die unter anderem "vollkommene Klimaneutralität" bis 2050 vorsieht.

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank | Foto: Thomas Ecke

Die Evangelische Bank (EB) hat sich der Gruppe Partnership for Carbon Accounting Financials (kurz: PCAF) angeschlossen, wie das Institut mitteilt. Damit verfolge die Kirchenbank die Umsetzung ihrer eigenen Klimastrategie konsequent weiter.
 
Die PCAF ist eine global tätige Brancheninitiative mit dem erklärten Ziel, die standardisierte Messung und Offenlegung von Treibhausgasemissionen für den Finanzsektor voranzutreiben. Fast 100 Banken und Investoren aus Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Afrika und dem asiatisch-pazifischen Raum arbeiten im Rahmen von PCAF zusammen.

Sie entwickeln gemeinsam unter anderem einen Global GHG Accounting & Reporting Standard für die Finanzindustrie zur Messung und Offenlegung der Treibhausgasemissionen ihrer Kredite und Investitionen.

Es ist gerade für das Management von Klimarisiken und -chancen bei Finanzierungen und bei Investitionen wichtig, dass Treibhausgasemissionen einheitlich gemessen und offengelegt werden.

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender, Evangelische Bank

"Der Klimawandel ist ein globales Thema, das keine Landesgrenzen kennt. Es ist gerade für das Management von Klimarisiken und -chancen bei Finanzierungen und bei Investitionen wichtig, dass Treibhausgasemissionen einheitlich gemessen und offengelegt werden", sagte Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, in der Mitteilung.

Die Evangelische Bank bringt ihr langjähriges Nachhaltigkeits-Know-how als neues Mitglied bei PCAF ein, aber insbesondere auch den Willen, die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu begleiten.

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender, Evangelische Bank

"Die Evangelische Bank bringt ihr langjähriges Nachhaltigkeits-Know-how als neues Mitglied bei PCAF ein, aber insbesondere auch den Willen, die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu begleiten", führt Katzenmayer weiter aus.

"Vollkommene Klimaneutralität" bis 2050 angestrebt

Im Rahmen ihrer gruppenweiten Klimastrategie habe sich die Evangelische Bank (EB) ehrgeizige Ziele gesetzt: Sie bekennt sich zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens und strebt bis spätestens 2050 vollkommene Klimaneutralität für sämtliche Aktivitäten der Bankengruppe an. Für die operative Umsetzung hat die Bank einen detaillierten Maßnahmenkatalog verabschiedet.

Eine wesentliche Maßnahme sei die umfassende Integration von Klimarisiken in allen relevanten Geschäftsprozessen. Für die Steuerung von Klimarisiken sei eine Vereinheitlichung der Messmethoden, insbesondere der Treibhausgasemissionen, und die Vergleichbarkeit der Daten aller Finanzinstitutionen unerlässlich, schreibt das Institut.

Aus diesem Grund und zur weiteren Förderung des Dialoges rund um Nachhaltigkeit im Finanzwesen werde die EB zusammen mit anderen Institutionen an der Entwicklung eines globalen Standards für die Praxis arbeiten. Als ersten Schritt habe die EB bereits ihre finanzierten Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2020 für einen Teil des Portfolios erfasst. Zukünftig sollen weitere Teile des Portfolios folgen.

Die EB sei nach eigenen Angaben das dritte deutsche Kreditinstitut, das sich der PCAF angeschlossen habe - auf der PCAF-Website sind zudem die GLS Bank und die Umweltbank als teilnehmende Institutionen gelistet. Die Mitwirkung bei PCAF ist für Banken kostenlos, zeigen Angaben von der PCAF-Website. Die größten Sponsoren der Initiative sind die William und Flora Hewlett Foundation und die IKEA Foundation.

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