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Früherer Mitarbeiter von Lazard mit Verdacht auf Insiderhandel angeklagt

Der Investmentbanker soll Informationen zu Unternehmensübernahmen an einen Mitangeklagten weitergegeben haben. Das Landgericht Frankfurt muss die Klage noch zulassen.

Schriftzug von Lazard in New York | Foto: picture alliance / dpa | Jason Szenes

Ein früherer Mitarbeiter der Investmentbank Lazard ist von der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Verdachts auf Insiderhandel angeklagt worden. Das berichtet die Wirtschaftswoche.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, zwischen April 2018 und Anfang 2020 Informationen über bevorstehende Unternehmensübernahmen an einen Mitangeklagten weitergegeben zu haben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Wirtschaftswoche mitteilte. Dafür soll der ehemalige Lazard-Mitarbeiter einen niedrigen sechsstelligen Betrag erhalten haben.

Wissen für Aktien- und Derivategeschäfte genutzt

Der mitangeklagte ehemalige Leiter einer Versicherungsagentur soll das Wissen in acht Fällen genutzt haben, um mit Aktien und Derivaten auf die Übernahmen zu spekulieren, kurz bevor sie öffentlich wurden. Das Landgericht Frankfurt muss die Anklage noch zulassen. Lazard und die Verteidiger der Männer wollten sich laut Bericht nicht äußern.

Die amerikanische Investmentbank Lazard ist seit 1998 in Deutschland vertreten. In Deutschland bieten das Haus Financial Advisory (darunter Beratung bei Fusionen und Übernahmen) und Asset Management an.

Der ehemalige Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, ist seit 2017 deutscher Chairman.

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