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Finanzplatz Luxemburg erweist sich 2020 als widerstandsfähig

Fünf Banken haben im Vorjahr Aktivitäten am Finanzplatz Luxemburg aufgenommen. Die Emission nachhaltiger Anleihen an der Börse Luxemburg hat sich mehr als verdoppelt und auch die Ansiedlung von Fintechs hatte Bestand.

Gebäude der Deutschen Bank im Europaviertel Kirchberg-Plateau, Luxemburg-Stadt | Foto: picture alliance / imageBROKER | H.-D. Falkenstein

Nicolas Mackel, CEO der Interessenvertretung für den Finanzplatz Luxemburg, Luxembourg for Finance, zieht in einer Mitteilung ein positives Fazit für das abgelaufene Jahr.

Die fünf Banken, die sich im Großherzogtum zuletzt angesiedelt haben, sind Goldman Sachs Bank Europe mit einer neuen Einheit, die Kunden im Investment und Wealth Management Geschäft unterstützen will. Die spanische Caixa Bank siedelte sich mit einer Vermögensverwaltungssparte an, ebenso Greek Bank und Alpha Bank aus Griechenland.

Zudem wählte die auf Verwahrdienstleistungen spezialisierte Elavon Financial Services aus den USA Luxemburg und die CIBC-Group aus Kanada, die auf das Unternehmens- und Kapitalmarktgeschäft ausgerichtet ist, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das vergangene Jahr war anders als jedes andere in der jüngeren Geschichte. Der Finanzbranche gelang es innerhalb weniger Tage, auf die Arbeit aus dem Home-Office umzusteigen. Noch wichtiger war, dass sich die Branche als widerstandsfähig erwies.

Nicolas Mackel, CEO Luxembourg for Finance, in einer Mitteilung

"Das vergangene Jahr war anders als jedes andere in der jüngeren Geschichte. Der Finanzbranche gelang es innerhalb weniger Tage, auf die Arbeit aus dem Home-Office umzusteigen. Noch wichtiger war, dass sich die Branche als widerstandsfähig erwies", so Mackel in einer Mitteilung.

407 grüne Papiere emittiert

An der Börse Luxemburg seien insgesamt 407 Wertpapiere emittiert worden, die als nachhaltig klassifiziert seien, mit einem Gesamtvolumen von 186 Mrd. Euro - ein Anstieg um 134 Prozent gegenüber 2019.

Neun Fintechs und weitere E-Payment-Anbieter

Im Luxembourg House of Financial Technology (LHoFT), einer Initiative der Regierung und privater Träger, ist die Anzahl der dort angesiedelten Fintechs von 67 im Jahr 2019 auf 76 im vergangenen Jahr gestiegen. Im Segment der sogenannten E-Payment Anbieter haben 2020 Monex and JoomPay eine Lizenz erhalten, heißt es in der Mitteilung.

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