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Sparda-Bank Hessen distanziert sich von Teo

Das Institut beendet den Parallelbetrieb mit der Sparda-App. Teo, die Multibanking-Lösung der Sparda-Banken, hatte nach Informationen von FinanzBusiness in Hessen zuletzt nur 500 Nutzer.

Werbebanner für die Multibanking-App TEO | Foto: Sparda-Bank / Comeco GmbH

Obwohl sie den Multibanking-Service Teo als Gesellschafter mitfinanziert, geht die Sparda-Bank Hessen jetzt auf Distanz: Kunden können die Anwendung zwar weiterhin nutzen, der Parallelbetrieb wurde zum 1. Januar jedoch beendet, bei Interesse müssen Kunden ihr Konto also selbst neu einbinden.

Derzeit sind die Kundinnen und Kunden noch mehrheitlich bei der bestehenden Sparda-App ohne die neuen Funktionen geblieben.

Peter Hoffmann, Pressesprecher, Sparda-Bank Hessen

"Wir halten Teo nach wie vor für eine sinnvolle und moderne Banking-Lösung, die unser Serviceangebot mit Zusatzfunktionen ergänzt", erklärt Pressesprecher Peter Hoffmann die Entscheidung auf Nachfrage von FinanzBusiness und bestätigt damit einen Bericht von Finanz-Szene.de. Eine komplette Umstellung sei jedoch nie geplant gewesen.

Interesse der Nutzer bleibt in Hessen überschaubar

Inwiefern die anhaltende Kritik eine Rolle dabei spielte, den Parallelbetrieb zu kappen, dazu äußert er sich nicht. Hoffmann verweist stattdessen auf die Zahlen und macht den Vergleich auf: "Derzeit sind die Kundinnen und Kunden noch mehrheitlich bei der bestehenden Sparda-App ohne die neuen Funktionen geblieben."

Ihm zufolge war die Sparda-App, obwohl sie weniger bietet, im Dezember 2020, bei 60.000 Kunden in Hessen im Einsatz. Die App und die Desktop-Version von Teo zählte rund 500 Nutzer.

Comeco erhielt 60 Mio. Euro als Startkapital

Teo wird von Comeco in Stuttgart entwickelt, die App ist seit einem Jahr verfügbar, die Web-Version seit August 2020. An der Startfinanzierung in Höhe von 60 Mio. Euro beteiligten sich neben der Sparda-Bank Hessen auch die Sparda-Banken Augsburg, Baden-Württemberg, München, Nürnberg, Ostbayern und West – die die Anwendung, allerdings nicht sonderlich promoten: Auf den Webseiten von Ostbayern und West fehlen bis heute Informationen zum Multibanking-Angebot.

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