FinanzBusiness

Die Dividendenstrategien der Genossenschaftsbanken

Die Reaktionen auf den Appell der Aufsichtsbehörden, für 2019 zugunsten des Eigenkapitals auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten, könnten kaum unterschiedlicher sein. FinanzBusiness schaut auf die Trends.

Norbert Friedrich und Alfons Jochem, Vorstände der Volksbank Trier, bei der Online-Vertreterversammlung im November Foto: Volksbank Trier

Wie Genossenschaftsbanken in diesem Jahr mit ihren Dividendenzahlungen umgehen – dazu gibt es nach wie vor keine klare Linie. Einige Banken schütten für 2019 in gewohnter Höhe aus, andere reduzieren oder verschieben die Zahlung ins nächste Jahr. FinanzBusiness zeigt, wie kleinere und mittlergroße Häuser damit umgehen:

  • Volksbank Trier. Ursprünglich wollte das Institut seinen knapp 38.000 Mitgliedern eine Dividende in Höhe von drei Prozent vorgeschlagen, hat im Laufe des Jahres aber davon Abstand genommen. Aufsichtsrat und Vorstand verweisen auf den Appell der Aufsichtsbehörden, Erträge angesichts der Corona-Pandemie besser ins Eigenkapital zu stecken. "Die von Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigte Auszahlung einer Dividende wird in das kommende Geschäftsjahr verschoben", heißt es nun. Die Vertreter haben zugestimmt.
  • Raiffeisenbank im Hochtaunus. Die Dividende fließt, so wie bereits zu Jahresbeginn geplant – wird dabei mehr als verdoppelt. Statt wie üblich 1 Prozent werden für 2019 2,5 Prozent ausgeschüttet. "Die Krise zeigt, dass sich die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG in den letzten Jahren stark positioniert hat", erklärt Achim Brunner, der Vorstandsvorsitzende, in einer Mitteilung. Eine Genossenschaftsbank habe viele Vorteile, dazu gehöre auch die Dividende, die man an die Mitglieder zahle, sagt er. "Ihnen, die uns ja den Rücken stärken, steht ein Anteil des Gewinnes in dieser sehr guten Ertragslage zu."
  • Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten. Die Empfehlung von Aufsichtsrat und Vorstand lag niedriger als in den Vorjahren. Statt drei oder vier Prozent sollten für 2019 zwei Prozent an die 43.650 Mitglieder ausgeschüttet werden ­­– und Vertreterversammlung stimmte jetzt zu.
  • Volksbank Rhein-Lippe. Auch sie hält an der Dividende fest, zahlt allerdings weniger. Laut Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die gut 30.000 Mitglieder jeweils 2,5 Prozent pro Geschäftsanteil. Im Vorjahr gab es noch vier Prozent plus einen Bonus von 0,5 Prozent.

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