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Target2-Ausfall im Oktober war kein Einzelfall

EZB-Präsidentin Christine Lagarde zeigt sich bei Anhörung im EU-Parlament "darüber besorgt" und macht die Angelegenheit zur Chefsache.

Netzwerkkabel stecken in einem Serverraum in einem Switch. | Foto: picture alliance/dpa

Der Ausfall des Zahlungssystems Target2 Ende Oktober ist kein Einzelfall. Es handelt sich um die vierte Panne im Zeitraum der vergangenen zwölf Monate. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat dies bei einer virtuellen Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments am Donnerstag bestätigt, berichtet die Börsen-Zeitung.

"Ich bin darüber besorgt", sagte Lagarde vor dem EU-Parlament, als sie im Ausschuss vom CSU-Abgeordneten Markus Ferber auf das Thema angesprochen wurde. Sie versprach eine rasche Prüfung der Vorgänge – "ohne Verzögerung und ohne Selbstzufriedenheit". Es gehe darum, dem Problem "auf den Grund zu gehen", so Lagarde.

Anfang der Woche hatte die Notenbank bereits eine umfassende Untersuchung angekündigt.

Target2-Ausfall hat ein Nachspiel

Da die Panne das interne Back-up-System der Zentralbank beeinträchtigte, wechselte die Bundesbank letztlich auf das identische Target-System der Banca d’Italia. Es war das erste Mal seit dem Start von Target2 im Jahr 2007, dass die deutsche und die italienische Zentralbank Business-Continuity-Maßnahmen ergriffen haben, schreibt die Börsen-Zeitung weiter.

Ende Oktober hatte die EZB erklärt, die Ursache der Panne sei ein Software-Fehler in einem Netzwerkgerät eines Drittanbieters gewesen.

EZB nennt Ursache der Target2-Panne

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