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Die VR-Bank Nürnberg steuert auf Doppel-Fusion zu

Das neue Institut käme auf eine gemeinsame Bilanzsumme von knapp 5 Mrd. Euro. Doch das sei eher zweitrangig - durch den Zusammenschluss sollen vor allem Gestaltungsspielräume geschaffen werden.

Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nürnberg | Foto: Volksbank Nürnberg

Das Fusions-Karussell in der deutschen Volksbanken-Landschaft dreht sich weiter: In diesem Fall betrifft es sogar drei Volksbanken. Die VR-Bank Nürnberg will sich mit der VR-Bank Fürth-Neustadt-Uffenheim sowie der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach zusammenschließen.

Dazu seien die drei Institute nun in Sondierungsgespräche eingestiegen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung auf den jeweiligen Webseiten der Banken.

In dieser Partnerschaft, mit einem auch in Zukunft hohen Maß an Selbständigkeit der beteiligten Häuser, sehen wir die Möglichkeit, besser, schneller und effizienter zu werden und gleichzeitig unsere Präsenz vor Ort zu stärken und nahe an den Menschen zu bleiben.

Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nürnberg

"In dieser Partnerschaft, mit einem auch in Zukunft hohen Maß an Selbständigkeit der beteiligten Häuser, sehen wir die Möglichkeit, besser, schneller und effizienter zu werden und gleichzeitig unsere Präsenz vor Ort zu stärken und nahe an den Menschen zu bleiben", kommentierte Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nürnberg.

Selbstständige Niederlassungen bleiben bestehen

Unter dem Dach einer genossenschaftlichen Regionalbank sollen die drei Institute jedoch als selbständige Niederlassungen unter ihren bestehenden Namen weitergeführt werden, heißt es in der Mitteilung. Die Zustimmung durch die Vertreterversammlungen Mitte nächsten Jahres stehe noch aus, die Verschmelzung solle dann rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Nähere Informationen zur geplanten Vorstandskonstellation nannte die VR-Bank Nürnberg auf Anfrage von FinanzBusiness nicht.

Neues Schwergewicht in der Metropolregion Nürnberg

Die nach Bilanzsumme jeweils nahezu gleich großen Institute würden nach einem positiven Votum der Vertreter über eine gemeinsame Bilanzsumme von etwa 4,7 Mrd. Euro verfügen - ein deutlicher Sprung für die drei Häuser in der Liste der größten deutschen Volksbanken.

Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach wies per Ende 2019 eine Bilanzsumme von rund 1,79 Mrd. Euro auf, die VR-Bank Nürnberg und die VR-Bank Fürth-Neustadt-Uffenheim kamen auf rund 1,5 Mrd. Euro (Stand Ende 2019). 

Die Größe der neuen Bank ist für uns jedoch kein Wert an sich, sondern lediglich Mittel zum Zweck. Durch die angestrebte Partnerschaft gewinnen wir Gestaltungsspielräume, die jede der drei Banken für sich alleine genommen nicht hätte.

"Die Größe der neuen Bank ist für uns jedoch kein Wert an sich, sondern lediglich Mittel zum Zweck", betont Brigitte Baur, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Nürnberg.

"Durch die angestrebte Partnerschaft gewinnen wir Gestaltungsspielräume, die jede der drei Banken für sich alleine genommen nicht hätte."

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