FinanzBusiness

Barclays überrascht mit Milliardengewinn

Die britische Großbank hat die Analystenerwartungen haushoch übertroffen. Risikovorsorge wurde zurückgefahren.

Eine Filiale von Barclays. Foto: picture alliance / empics

Barclays hat im dritten Quartal einen Milliardengewinn erzielt. Vor Steuern erwirtschaftete die britische Großbank einen Gewinn von 1,1 Mrd. Pfund, etwa 1,2 Mrd. Euro, wie sie am Freitagmorgen mitteilte.

Unterm Strich stand ein Gewinn von 611 Mio. Pfund, drei mal so viel wie von Analysten erwartet. Ein Quartal zuvor konnte Barclays nur 90 Mio. Pfund Nachsteuergewinn erzielen.

Deutlich weniger Risikovorsorge

Die britische Bank hat insbesondere ihre Risikovorsorge drastisch heruntergefahren. So legte die Bank im September-Quartal 608 Mio. Pfund für faule Kredite zurück. Im zweiten Quartal waren es noch 1,62 Mrd. Pfund, im Auftaktquartal sogar 2,12 Mrd. Pfund.

Wir erwarten, dass der Wertminderungsaufwand in der zweiten Jahreshälfte wesentlich geringer ausfallen wird als in der ersten Jahreshälfte.

James E Staley, Group Chief Executive Officer von Barclays

"Wir erwarten, dass der Wertminderungsaufwand in der zweiten Jahreshälfte wesentlich geringer ausfallen wird als in der ersten Jahreshälfte", sagte Barclays-CEO James E. Staley in einer Mitteilung des Instituts.

Barclays hatte jüngst angedeutet, sich im kommenden Jahr auch stärker im deutschen Wealth-Management-Markt engagieren zu wollen. Hierzulande ist die britische Großbank in erster Linie im Investment Banking und im Kreditkartengeschäft mit Privatkunden aktiv.

Barclays will auch in Deutschland um reiche Kunden buhlen

Am kommenden Mittwoch wird die Deutsche Bank ihre Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen, in der übernächsten Woche dann die Commerzbank.

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