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UBS erwirtschaftet Milliardengewinn im dritten Quartal

Der Überschuss der schweizerischen Großbank war im abgelaufenen Quartal fast doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres - bei 2,1 Mrd. US-Dollar.

Sergio P. Ermotti, Noch-CEO der UBS Foto: picture alliance/KEYSTONE

Gute Geschäfte im Wertpapierhandel und der Verkauf von Geschäftsteilen haben der schweizerischen Großbank UBS im dritten Quartal einen hohen Milliardengewinn beschert.

Unser Ergebnis im dritten Quartal bestätigt erneut, dass wir uns mit unserer Strategie differenzieren, indem wir uns fortlaufend adaptieren und das Tempo unseres Wandels beschleunigen.

Sergio P. Ermotti, Group CEO, UBS

"Unser Ergebnis im dritten Quartal bestätigt erneut, dass wir uns mit unserer Strategie differenzieren, indem wir uns fortlaufend adaptieren und das Tempo unseres Wandels beschleunigen", so Sergio P. Ermotti, Group Chief Executive Officer. UBS habe alle Optionen, um ihrer Geschichte unter der neuen Führung von Ralph Hamers ein weiteres Erfolgskapitel hinzuzufügen. Hamers tritt sein Amt zum 1. November an.

Überschuss steigt auf 2,1 Mrd. US-Dollar

Unterm Strich stand ein Überschuss von 2,1 Mrd. US-Dollar (ca. 1,8 Mrd. Euro) und damit rund doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, wie das Geldhaus in Zürich mitteilte. Den Angaben zufolge war dies der höchste Gewinn in einem dritten Quartal seit zehn Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet.

Dabei profitierte die Bank vom Verkauf ihrer Fondsvertriebsplattform Fondcenter an die Deutsche Börse. Die Trennung vom geistigen Eigentum an der Bloomberg-Commodity-Index-Familie spülte zusätzliches Geld in die Kasse.

Wertberichtigungen auf Kreditrisiken sinken

Drohende Kreditausfälle in der Corona-Krise belasteten die Bank deutlich weniger als im ersten Halbjahr. Die Wertberichtigungen auf Kreditrisiken summierten sich auf 89 Mio. Dollar, nachdem sie in den ersten beiden Quartalen jeweils über 250 Mio. Dollar gelegen hatten.

Eine Prognose gibt das Unternehmen zwar nicht ab, äußert sich aber zu den Kreditrisiken – aktuell geht die Bank davon aus, dass die Wertberichtigungen hier auch im vierten Quartal erneut niedriger ausfallen können, als im ersten Halbjahr.

(Update: Name der Fondsvertriebsplattform)

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