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Bundesbank plädiert für verlängerte Erleichterungen für den Finanzsektor

Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling fordert einen robusten Exitplan aus den Corona-bedingten Krisenmaßnahmen.

Joachim Wuermeling | Foto: picture-alliance/ dpa

Die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Erleichterungen für den Finanzsektor dürfen nicht vorschnell wieder einkassiert werden. Dies forderte Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling laut einem Bericht der Börsen-Zeitung auf einer Veranstaltung der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union.

Wuermeling warnte demnach davor, die Institute mit neuen, schärferen Anforderungen zu belasten, während sie noch damit beschäftigt seien, die Schäden der Pandemie zu beheben.

Nicht im Hauruckverfahren

"Deshalb werden wir nicht in einem Hauruckverfahren vom einen auf den anderen Tag aus den Sondermaßnahmen aussteigen, sondern es wird genügend Zeit geben, die Puffer wieder aufzufüllen", zitiert das Blatt den Bundesbank-Vorstand.

Die richtige Balance zu finden zwischen der Abfederung der Pandemiefolgen und der Rücknahme von Erleichterungen werde in den nächsten Monaten eine der schwierigsten Aufgaben für die EU werden, so Wuermeling. Er sprach sich dafür aus, schon jetzt einen robusten Exitplan aus den Krisenmaßnahmen zu entwickeln.

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