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NEC plant Avaloq-Übernahme für knapp zwei Mrd. Euro

Im Finanzsektor ist der japanische Technologiekonzern bereits aktiv, nur will er Avaloq schlucken. Das in der Schweiz ansässige Softwarehaus ist auch für deutsche Banken im Einsatz, u.a. für die Deutsche Bank, die Apobank und die Quirin Privatbank. 

Jürg Hunziker, Group CEO von Avaloq | Foto: Avaloq

Der japanische Technologiekonzern NEC will die Schweizer Banken-Software-Firma Avaloq übernehmen. Die beiden Unternehmen haben sich auf einen Kaufpreis von 2,05 Mrd. Schweizer Franken (ca. 1,9 Mrd. Euro) geeinigt, wie beide Seiten am Montag mitteilten.

Weltweit weiter wachsen

Avaloq gehört zu 45 Prozent der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus, der Rest ist in Händen des Verwaltungsratsvorsitzenden von Avaloq, Francisco Fernandez, und den Angestellten.

Jürg Hunziker, Group CEO von Avaloq, kommentiert den Deal mit einem Verweis auf die eigene Wachstumsstrategie: Der Wechsel unter das Dach von NEC werde dazu beitragen, den Kundenkreis zu vergrößern, Avaloq und seine Services international bekannter zu machen.

Mit NEC hat Avaloq ein perfektes neues Zuhause gefunden.

Jürg Hunziker, Group CEO von Avaloq

"Die gesamte Geschäftsführung von Avaloq ist entschlossen, unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben, und wir sind sehr froh, einen starken Partner an unserer Seite zu haben, der unsere langfristige Vision unterstützt", so Hunziker.

"Mit NEC hat Avaloq ein perfektes neues Zuhause gefunden, um unsere Erfolgsgeschichte fortzusetzen und unseren Kunden Lösungen anzubieten, die ihnen das Leben in einer immer komplexer werdenden Welt einfacher machen."

Avaloq soll eigenständig bleiben

NEC will im Verbund mit Avaloq künftig neue Produkte entwickeln und dabei die Software des Unternehmen mit dem eigenen Know-how in Bereichen wie biometrische Identifizierung und Blockchain-Technologien verbinden.

Der Deal soll bis April kommenden Jahres abgeschlossen sein. Avaloq wird demnach eigenständig bleiben und von seinem Hauptsitz in der Schweiz operieren. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen, wie berichtet, seinen Umsatz um sechs Prozent auf 609 Mio. Schweizer Franken (ca. 565 Mio. Euro gesteigert.

In Deutschland beschäftigt Avaloq rund 185 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören u.a. die Apobank und Julius Bär, die Deutsche Bank, die Quirin Privatbank, Vontobel Europe, die V-BANK, Tradegate Wertpapierhandelsbank und die Isbank.

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