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US-Notenbank verlängert Verbot von Aktienrückkäufen für Großbanken

Auch im vierten Quartal sollen Aktienrückkäufe untersagt bleiben. Für Dividendenausschüttungen gelten Einschränkungen.

Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, bei einer Konferenz in Washington im September Foto: picture alliance / newscom

Großbanken in den USA müssen ihr Geld wegen der Corona-Krise weiter zusammenhalten. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält angesichts der ungewissen Aussichten wegen der Pandemie an weitreichenden Auflagen zur Schonung der Kapitalausstattung der Geldhäuser im Land fest, wie sie am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Washington mitteilte.

Maßnahmen gelten bis Jahresende

Aktienrückkäufe bleiben für die größten Banken mit einer Bilanzsumme von über 100 Mrd. Dollar auch im vierten Quartal tabu. Die Notenbank hatte die Maßnahme im Juni zunächst für die drei Monate bis Ende September beschlossen. Vorangegangen war ein Stresstest, der Risiken durch die Corona-Krise für den Finanzsektor offenbarte.

Für Dividendenzahlungen gelten Obergrenzen. Bei der Berechnung gelten formelbasierte Regeln auf Grundlage der zuletzt erzielten Erträge, heißt es in der Mitteilung der Fed weiter.

Die Fed hatte zuletzt bereits signalisiert, angesichts der Pandemie den Leitzins vorerst bei Null zu belassen, und das voraussichtlich bis 2023. Geplant sei, die Nullzinspolitik solange fortzuführen, bis auf dem Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung erreicht ist, hieß es im September.

Zweiter Stresstest vor Jahresende
Die Fed werde vor Jahresende einen weiteren Stresstest durchführen, dessen Ergebnisse bis Jahresende veröffentlicht werden, heißt es in der Mitteilung der Notenbank.

US-Notenbank signalisiert Nullzins bis ins Jahr 2023

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