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EU befragt Bürger zum Sinn von 1- und 2-Cent-Münzen

Die mehrmonatige Befragung könnte europaweit die Abschaffung von Kleinstgeld nach sich ziehen.

1 und 2 Cent Münzen könnten bald ausgedient haben. Foto: picture alliance/chromorange

Möglicherweise sind die Tage von 1- und 2-Cent-Münzen in Europa gezählt. Die EU-Kommission hat dazu eine öffentliche Konsultation gestartet. An deren Ende könnte das Aus für die beiden kleinsten Münzen in der Eurozone stehen.

Schon 2013 und 2018 hatte sich die EU-Kommission in Berichten mit 1- und 2-Cent-Münzen beschäftigt. In beiden Reports stellte sie mögliche Szenarien dar - von einer Beibehaltung der gegenwärtigen Situation bis hin zur Entfernung dieser Münzen aus dem Umlauf bei gleichzeitiger Einführung von Rundungsregeln.

33 Fragen an die Bürger

Jetzt will die Brüsseler Behörde die möglichen Folgen einer Entfernung der beiden kleinen Münzen aus dem Geldkreislauf genauer untersuchen und richtet sich in der 33 Fragen umfassenden öffentlichen Konsultation, die bis zum 11. Januar kommenden Jahres läuft, an Bürger, öffentliche Einrichtungen in der EU, Unternehmen, Wirtschafts- und Verbraucherverbände, Nichtregierungsorganisationen (aus den Bereichen Umwelt, soziale Inklusion, Wohltätigkeit), Denkfabriken sowie Forschungs- und Hochschuleinrichtungen.

Prägung der 1-Cent-Münze ist ein Verlustgeschäft

Die 1-Cent-Münze ist ein Verlustgeschäft für die 19 Notenbanken der Eurozone, denn die Herstellung ist teurer als der Nennwert. In fünf Staaten der Eurozone, darunter in den Niederlanden, Italien und Belgien sind die Geldbeutel der Bürger schlanker aufgestellt. Dort wird das Wechselgeld bereits auf den nächsten 5-Cent-Betrag gerundet, 1- und 2-Cent-Münzen spielen - wie auch in Finnland und Irland - im Alltag kaum noch eine Rolle.

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