FinanzBusiness

LBBW packt Asset und Wealth Management unter ein Dach

Vertriebsvorstand Rosenfeld sagt im Gespräch mit FinanzBusiness hohes Wachstumspotenzial voraus. Mittels Digitalisierung wird eine stabile Kostenbasis angestrebt.

Gebäude der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart Foto: picture alliance

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bündelt Asset Management und das Geschäft mit wohlhabenden Privatkunden in einer neuen Gesellschaft. Die Landesbank will davon profitieren, wie FinanzBusiness erfuhr.

Denn das LBBW Asset Management (LBBW AWM) soll dem Institut vor allem eins bringen: Wachstum - und das nicht zu knapp, wie Thomas Rosenfeld, der bei der BW Bank das Privatkundengeschäft verantwortet und zusätzlich als Vertriebsverantwortlicher in den Vorstand der neuen Gesellschaft eingezogen ist.

Thomas Rosenfeld tritt in die Geschäftsführung von LBBW Asset Management ein

Unsere Ziele sind ambitioniert. Wir haben vor, das verwaltete Vermögen des neuen Geschäftsfelds LBBW Asset und Wealth Management von 110 Mrd. Euro auf 150 Mrd. Euro im Jahr 2025 zu steigern und auch beim Vorsteuergewinn deutlich zuzulegen.

Thomas Rosenfeld, Vertriebsvorstand der LBBW Asset und Wealth Management

"Unsere Ziele sind ambitioniert. Wir haben vor, das verwaltete Vermögen des neuen Geschäftsfelds LBBW Asset und Wealth Management von 110 Mrd. Euro auf 150 Mrd. Euro im Jahr 2025 zu steigern und auch beim Vorsteuergewinn deutlich zuzulegen", sagte Rosenfeld FinanzBusiness.

Provisionsgeschäft ausbauen, Kosten stabil halten

Um diese Ziele zu erreichen wird das gehobene Privatkundengeschäft der BW-Bank künftig als gemeinsames Geschäftsfeld geführt, teilte das Institut mit. Die LBBW AWM zählt den Angaben zufolge mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) von über 100 Mrd. Euro zu den führenden Vermögensverwaltern in Deutschland.

Wir bündeln unsere Beratungs- und Produktkompetenz unter einem Dach. Davon werden sowohl unsere Privatkunden als auch unsere institutionellen Kunden profitieren.

Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW

"Wir bündeln unsere Beratungs- und Produktkompetenz unter einem Dach. Davon werden sowohl unsere Privatkunden als auch unsere institutionellen Kunden profitieren", begründete Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW, den Schritt.

Grundlage der Planungen sei, dass die Kosten weitgehend stabil gehalten werden und so das Provisionsgeschäft deutlich ausgebaut wird, erläutert Rosenfeld.

Damit die Kosten stabil bleiben, will Rosenfeld die Digitalisierung von Prozessen etwa im Risikomanagement und an Kundenschnittstellen vorantreiben. Schon heute nutzt das LBBW Asset Management Methoden der Künstlichen Intelligenz zur Portfolioverwaltung, so die Landesbank aus Stuttgart.

Chancen im Stiftungsmanagement

Besonders gute Marktchancen sieht Rosenfeld bei nachhaltigen Anlagen und im Stiftungsmanagement. Schon heute verwaltet die LBBW eigenen Angaben zufolge rund 23 Mrd. Euro nach nachhaltigen Kriterien - davon 22 Mrd. Euro im Asset Management.

"Wir gehen von einer Verdopplung des Volumens nachhaltiger Assets in den kommenden fünf Jahren aus - und zwar sowohl durch den Zufluss von Neugeldern als auch dadurch, dass Bestandsgelder in Zukunft viel häufiger nach nachhaltigen Kriterien gemanagt werden", so Rosenfeld.

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