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EZB nimmt Dividendenstopp auf Wiedervorlage

Die Europäische Zentralbank schiebt die Dividendenentscheidung in den Dezember.

Symbolbild | Foto: picture alliance/Fotostand

Die EZB will im Dezember entscheiden, ob sie ihren Dividendenstopp ab 2021 wieder aufhebt, berichtet die Börsenzeitung in ihrer Ausgabe vom Samstag. 12. September 2020. Ähnlich hatte sich die Zentralbank bereits im Juli geäußert.

EZB wird Banken wohl um Dividendenstopp bis Jahresende bitten 

Yves Mersch, EZB-Direktor, bekräftigte jetzt noch einmal die Ankündigung, überzeugt davon: "Diese Empfehlung ist und muss außergewöhnlich und befristet bleiben", wie er im Bericht zitiert wird.

Alles hängt von den Kapitalprognosen ab

Mersch stellte in Aussicht, wieder zu einer flexibleren Praxis zurückzukehren. Die Kontrolleure würden geplante Ausschüttungen an die Aktionäre im Einzelfall überprüfen, heißt es. Dabei ist noch völlig unklar, wann es so kommt – die Entscheidung erfolge im Dezember und hänge davon ab, inwiefern die Kapitalprognosen der Banken dann noch von Unsicherheit geprägt seien, erklärte er.

Credit Suisse will zurück zum bisherigen Verfahren

Ein Blick in die Schweiz. Die Credit Suisse ist zwar nicht unter EZB-Aufsicht, hat aber auf Druck der Finanzmarktaufsicht Finma im Frühjahr ihren Aktionären nur eine Hälfte der Dividende ausbezahlt. Thomas Gottschein, Chef der Großbank Credit Suisse, erklärte jetzt in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende", dass die zweite Tranche in Kürze folgen soll.

Es sei vorgesehen, am 27. November eine außerordentliche Generalversammlung abzuhalten, bei der die Aktionäre dann entscheiden würden, so Gottschein. "Wir wollen grundsätzlich auch in Zukunft die Hälfte des Gewinns an unsere Aktionäre ausbezahlen, über Dividenden und Rückkäufe."

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