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Siemens setzt bei Milliarden-Kredit auf Nachhaltigkeit

Die neue Tochter Siemens Energy holt sich drei Milliarden Euro und bindet sich an ESG-Kriterien.

Windenergie in Brandenburg (Symbolbild) | Foto: picture alliance / Andreas Franke

Die Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG (Siemens Energy) hat sich von einem internationalen Bankenkonsortium einen Kredit von drei Milliarden Euro geholt.

Ein wesentlicher Aspekt der Kreditlinie ist der nachhaltige Ansatz: So sind die Finanzierungskosten an die Erfüllung definierter Kennzahlen (Key Performance Indikatoren, KPIs) an Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Kriterien (Environmental, Social and Governance, ESG) gebunden, die dazu beitragen, die Emission von Treibhausgasen und Unfallhäufigkeit zu senken.

Laufzeit von drei Jahren

Die gesamte Kreditlinie hat eine Laufzeit von drei Jahren und kann zwei Mal für jeweils ein Jahr verlängert werden.

Zu den 28 finanzierenden Banken im Konsortium gehören laut FAZ allein 16 mit einem besonderen ESG-Fokus: so etwa die Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs, Credit Suisse, BNP Paribas, aber auch die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Börsengang im Herbst

"Für unseren geplanten Start an der Börse Ende September sind wir bereits sehr gut finanziert", sagte Maria Ferraro, CFO von Siemens Energy, in einer Pressemitteilung. "Die neue Kreditlinie sichert Siemens Energy eine weitere, kurzfristig abrufbare Finanzierung und sorgt somit für zusätzliche Flexibilität."

Die Energietochter von Siemens kann sich nämlich auch sehr kurzfristig über eine Swingline-Option eine Milliarde Euro von den Kreditgebern holen. Die Siemens Energy AG wird von der Muttergesellschaft Siemens abgespalten und soll im September 2020 an die Börse gehen.

Hohe Überzeichnung

"Die Transaktion war mit Zeichnungsangeboten verschiedener Finanzinstitute in Höhe von 4,5 Mrd. Euro sehr erfolgreich", heißt es in der Presseerklärung zur Kreditlinie. Aufgrund der hohen Überzeichnung konnten die verbindlichen Zusagen der Banken signifikant verringert werden.

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Innerhalb des gesamten ersten Halbjahrs 2022 ist das Vorsteuerergebnis allerdings von 114 Mio. auf 107 Mio. Euro gesunken. Das Zins- und Provisionsergebnis bewegt sich etwa auf dem Niveau der Vorjahreszeiträume. Vorstandschef Andreas Arndt erwartet das Neugeschäftsvolumen bis zum Ende des Jahres unteren Ende der Prognosen.

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