FinanzBusiness

Deutsche Bank konkretisiert Jobabbau in Privatkundensparte

Die Kosten sollen bis 2022 um eine 1 Mrd. Euro gedrückt werden. Bis zu einem Drittel der Stellen könnte wegfallen.

Manfred Knof, Chef der Privatkundensparte der Deutschen Bank (Archivbild von 2017) Foto: picture alliance/Tobias Hase/dpa

In der Privatkundensparte der Deutschen Bank steht offenbar ein deutlicher Stellenabbau an. In den nächsten Jahren könnten 1500 bis 2000 der derzeit noch 6000 Stellen in diesem Bereich wegfallen, meldet das Handelsblatt am Donnerstag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Betroffen ist demnach der Bereich Operations, in dem Hintergrundarbeiten wie Kreditabwicklung und Verwaltung gebündelt sind. Über den Stellenabbau werde mit dem Betriebsrat verhandelt, hieß es. Die Bank habe sich dazu nicht äußern wollen.

Weiterer Stellenabbau in Zentralen

Zusätzlich werde über einen Stellenabbau in den Zentralen Frankfurt und Bonn verhandelt. Hier gehe es jedoch nur um einen hohen dreistelligen Bereich und nicht - wie von Bloomberg zuvor gemeldet - um "Tausende" Stellen, so die Personen laut Handelsblatt.

Wie die Börsen-Zeitung am Donnerstag (13. August) ergänzend berichtet, waren die Verhandlungen wegen der Corona-Pandemie vorübergehend unterbrochen worden.

Privatkundenchef Manfred Knof hatte im Dezember das Sparziel von 600 Mio. auf 1 Mrd. Euro erhöht. Davon sollten etwa 400 Mio. auf den Betrieb und die IT entfallen.

Dass die Deutsche Bank bis 2022 weltweit etwa 18.000 Stellen abbauen will, ist seit längerem bekannt. Etwa die Hälfte davon sind zur Jahresmitte bereits weggefallen. Welcher Anteil auf Deutschland entfällt, ist unbekannt. Am Ende sollen noch 74.000 Arbeitsplätze übrig bleiben.

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