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Malaysia-Vergleich drückt Goldman-Gewinn rückwirkend

In der malaysischen Staatsfonds-Affäre erhöht Goldman Sachs die Rückstellungen, was rückwirkend den Gewinn im zweiten Quartal der US-Investmentbank einbrechen lässt.

Logo des Malaysischen Staatsfonds 1MDB Foto: picture alliance / AP Photo

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat wegen der Korruptions- und Geldwäscheaffäre beim Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) ihre Rückstellungen erhöht. Dabei wurden weitere rund zwei Mrd. US-Dollar zur Seite gelegt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Ende Juli hatte sich Goldman Sachs mit dem Land Malaysia auf eine Milliardenzahlung geeinigt, darin enthalten ist eine direkte Zahlung von 2,5 Mrd. Dollar an den malaysischen Staat. Weitere 1,4 Mrd. Dollar aus beschlagnahmten Vermögenswerten von 1MDB sollen mit Hilfe von Goldman Sachs und des US-Justizministeriums zurückgeführt werden.

Gewinn in Q2 nachträglich belastet

Goldman Sachs hatte vergangenen Monat erklärt, dass die Beilegung die im vergangenen Quartal bereits zurückgelegten 945 Mio. Dollar deutlich übersteigen werde. Die zusätzliche Rückstellung senke den Gewinn im zweiten Quartal von den ursprünglich gemeldeten 2,25 Mrd. auf 197 Mio. Dollar.

Goldman Sachs macht im zweiten Quartal Milliardengewinn

2018 war der damalige malaysische Premierminister Najib Razak über die Affäre gestolpert, bei der es um die Veruntreuung von Staatsvermögen geht. Goldman-Sachs-Managern wird vorgeworfen, sich an kriminellen Machenschaften rund um 1MDB beteiligt zu haben, um an lukrative Mandate zu kommen. Die Bank berät Regierungen rund um die Welt. Razak war Ende Juli im ersten von mehreren Korruptionsprozessen zu bis zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

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