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Goldman Sachs macht im zweiten Quartal Milliardengewinn

JP Morgan, die Citigroup und Wells Fargo haben im ersten Halbjahr weniger verdient - Goldman Sachs konnte zumindest im zweiten Quartal stark zulegen: Die US-Investmentbank steigerte ihren Gewinn auf 2,25 Mrd. Euro.

Goldman Sachs-Zentrale in New York | Foto: picture alliance / Photoshot

Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs hat in der Corona-Krise von Finanzmarktturbulenzen und dem hohen Kapitalbedarf von Unternehmen profitiert.

Unter dem Strich fiel der Gewinn im zweiten Quartal mit 2,25 Mrd. Dollar (2,0 Mrd. Euro) sogar um zwei Prozent höher aus als vor einem Jahr, wie der Finanzkonzern am Mittwoch (15. Juli) in New York mitteilte. Die Erträge legten kräftig um rund 40 Prozent auf 13,3 Mrd. Dollar zu.

Durch die stark verbesserten Erträge im Geschäft mit Finanzmarktprodukten und im Investmentbanking konnte Goldman Sachs eine deutlich gestiegene Vorsorge für Kreditausfälle mehr als kompensieren. Bankchef David Solomon lobte die starke Leistung seines Unternehmens während der Turbulenzen der vergangenen Monate, warnte jedoch auch, dass der wirtschaftliche Ausblick ungewiss bleibe.

Ausrichtung auf die Finanzmärkte

Goldman Sachs kam im vergangenen Quartal seine starke Ausrichtung auf die Finanzmärkte zugute, wo angesichts großer Nervosität wegen der Pandemie ein lebhafter Handel mit Wertpapieren stattfand und zahlreiche Anleger ihre Portfolios umschichten ließen. Zudem hatten Goldmans Investmentbanker wegen des hohen Kapitalbedarfs vieler Firmen sehr viel zu tun, was dem Geldhaus mehr Gebühren einspielte.

Im Gegensatz zu den meisten anderen großen US-Banken hat Goldman Sachs nur ein überschaubares Privatkundengeschäft im Massenmarkt, weshalb keine so großen Rückstellungen für drohende Kreditausfälle nötig sind.

Der Konzern legte hier 1,59 Mrd. Dollar beiseite - deutlich weniger als Konkurrenten wie JPMorgan Chase oder Citigroup.

Die Corona-Pandemie spiegelt sich in den Ergebnissen von US-Großbanken 

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