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Online-Broker Flatex erhöht Ziele für 2020

Die Corona-Krise treibt das Geschäft an. Die Zahl der Transaktionen ist gestiegen. Das Unternehmen plant, in den Prime Standard der Deutschen Börse zu wechseln.

Logo des Online-Brokers Flatex | Foto: Flatex

Der Online-Broker Flatex hat im ersten Halbjahr von den starken Schwankungen an den Aktienmärkten infolge der Corona-Krise profitiert. Die Zahl der Transaktionen zog deutlich an, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Zudem stieg die Zahl der Neukunden stärker als erwartet.

Konzernchef Frank Niehage erhöhte deshalb die Prognose für das laufende Jahr. Er rechnet 2020 jetzt mit bis zu 50 Millionen Transaktionen und über 1,2 Millionen Kunden bis zum Jahresende. Bislang hatte die Prognose bei einer Million Kunden und 35 Millionen Trades gelegen.

Die Aktie des unter anderem mit der Commerzbank-Tochter Comdirect konkurrierenden Unternehmens befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug - seit Ende 2019 kletterte der Kurs um rund 85 Prozent. Jüngster Auslöser war die Ankündigung Anfang Juni, in das strenger regulierte Marktsegment, den sogenannten Prime Standard der Deutschen Börse wechseln zu wollen. Niehage will damit unter anderem erreichen, in die Indizes SDax und TecDax aufgenommen zu werden.

Kursanstieg treibt Börsenwert nach oben

Das Unternehmen kommt nach einem Kursanstieg in den vergangenen Monaten auf einen Börsenwert von 888 Mio. Euro. Dazu kommt die noch ausstehende Sachkapitalerhöhung nach dem in den kommenden Wochen erwarteten Abschluss der Übernahme des niederländischen Konkurrenten DeGiro. Mit den 7,5 Millionen Aktien, die dafür ausgegeben werden, steigt die Zahl der Anteile auf etwas mehr als 27 Millionen - gemessen zum aktuellen Kurs wären diese dann mehr als 1,2 Mrd. Euro wert.

Unternehmensgründer weiterhin beteiligt

Flatex wurde 1999 von dem Unternehmer und Verleger Bernd Förtsch (Der Aktionär) gegründet und 2009 an die Börse gebracht. Förtsch ist immer noch an dem Unternehmen beteiligt, das zwischenzeitlich Fintech Group hieß. Sein über die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH gehaltener Anteil wird durch die Sachkapitalerhöhung von zuletzt knapp 24 Prozent auf zirka 17 Prozent sinken.

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