FinanzBusiness

Ex-Wirecard-Manager Marsalek will sich offenbar nicht stellen

Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR melden dies unter Berufung auf Kreise der Prozessbeteiligten.

Hinweisschild an der Zentrale von Wirecard in Aschheim. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Der ehemalige Wirecard-Manager Jan Marsalek will sich nun anscheinend doch nicht der deutschen Justiz stellen. Das haben Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR nach eigenen Angaben aus Kreisen der Prozessbeteiligten erfahren.

Vergangene Woche hatte es noch geheißen, Marsalek wolle - wie zuvor schon Wirecard-Chef Markus Braun - nach Deutschland kommen, um sich vernehmen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft München und Marsaleks Verteidiger hätten sich dazu auf Anfrage nicht äußern wollen, hieß es.

Marsalek ist verschwunden

Nach Informationen von FinanzBusiness war für den morgigen Dienstag (30. Juni) ein Vernehmungstermin bei der Staatsanwaltschaft angesetzt - und man sei zunächst davon ausgegangen, dass Marsalek ihn wahrnehme. Zwischenzeitlich habe sich herausgestellt, dass diese Hoffnung wohl vergebens sei.

Über geplanten Ermittlungsmaßnahmen in Sachen Wirecard, insbesondere zu einem möglichen internationalen Haftbefehl, der gegen Marsalek erwirkt werden könnte, wollte sich die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage von FinanzBusiness vorab nicht äußern.

Marsalek ist österreichischer Staatsbürger. Der Haftbefehl gegen ihn war vergangene Woche ergangen. Er sollte sich angeblich auf den Philippinen aufhalten. Dort hieß es jedoch, er sei nach China weitergereist, wofür aber keine stichhaltigen Beweise vorgelegt werden konnten. Wo Marsalek sich gegenwärtig befindet, ist unklar.

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