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Bundesbankvorstand Burkhard Balz fordert ein europäisches Zahlungssystem – Bericht

Corona-Krise beschleunigt kontaktloses Bezahlen. Zurückhaltung bei digitalem Zentralbankgeld

Foto: Holger Hollemann

Im Zuge der Corona-Krise weichen die Menschen nach Aussagen von Bundesbankvorstand Burkhard Balz immer mehr auf kontaktlose Zahlungen aus. Er gehe davon aus, dass sich das weiter fortsetzen werde, erklärte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag (14. April).

Balz, ehemaliger finanzpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments, meint, dass es langfristig entscheidend sein werde, ob sich europäische Anbieter zukunftsstark aufstellen.

Dafür sei die European Payment Initiative von 20 großen Banken gedacht. „Durch die Coronavirus-Pandemie ist eine europäische Lösung noch wichtiger geworden. Wenn sie keinen Erfolg hat, übernehmen amerikanische und chinesische Anbieter den Platz beim Kunden“, so Balz. Er fordert deshalb: „Europas Banken müssen Geld in die Hand nehmen.“

Digitales Zentralbankgeld auf dem Prüfstand

In Bezug auf die Einführung von digitalem Zentralbankgeld äußert sich Balz zurückhaltender: „Wir müssen aber genau prüfen, ob es wirklich notwendig ist, dass wir neben Bargeld auch digitales Zentralbankgeld für die Allgemeinheit herausgeben.“

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