FinanzBusiness

Trotz Corona hat M&A-Volumen in Deutschland 2019-er Niveau bereits erreicht

Goldman Sachs erwartet weitere starke Erholung im kommenden Jahr, stellen Co-Heads der Bank für die Region im Gespräch mit der Börsen-Zeitung in Aussicht.

Goldman Sachs Logo auf dem NYSE Handelsparkett Foto: dpa picture alliance

Das Volumen im Markt für Fusionen und Übernahmen in Deutschland ist gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 16  Prozent auf 163 Mrd. Dollar gestiegen. Das berichtet die Börsen-Zeitung und beruft sich auf Daten von Goldman Sachs.

2020 ist ein sehr starkes M&A-Jahr mit steigenden Volumina in Europa und Deutschland.

Christoph Kossa und Christopher Droege, Co-Heads M&A Deutschland & Österreich von Goldman Sachs im Interview mit der BöZ


"Die M&A-Aktivität ist nach dem Einbruch im März und April kräftig nach oben geschnellt. 2020 ist ein sehr starkes M&A-Jahr mit steigenden Volumina in Europa und Deutschland. Der gegenwärtige Schwung lässt uns eine weitere starke Erholung im Jahr 2021 erwarten", so Tibor Kossa und Christopher Droege, Co-Heads M&A Deutschland und Österreich von Goldman Sachs, im Gespräch mit der Zeitung weiter. Zu den aktivsten M&A-Akteuren gehören Finanzinvestoren, deren Anteil am M&A-Volumen sich in den letzten sieben Jahren von 20  auf 30  Prozent erhöht hat.

ESG zahlt sich bereits aus

Mit Blick auf die an Relevanz gewinnende Nachhaltigkeits-Thematik im Finanzierungsgeschäft merkt Kossa an, dass diese sich bereits zu rechnen beginne: "Je höher der ESG-Score, desto niedriger die impliziten Kapitalkosten." Manche Unternehmensteile würden abgespalten, weil sie beim ESG-Score schlecht abschneiden, ergänzt der Banker.

Je höher der ESG-Score, desto niedriger die impliziten Kapitalkosten.

Christoph Kossa von Goldman Sachs im BöZ-Interview

Hohe Bewertungen

Die Unternehmensbewertungen seien mit dem 12-Fachen des operativen Gewinns inzwischen im Durchschnitt sehr hoch, erfolge der Exit bei manchen Beteiligungen bereits wieder nach ein oder zwei Jahren, mekrt Droege im Interview an. "Dabei werden die Diskussionen aber komplexer. Häufiger werden auch Minderheitsbeteiligungen ge­handelt, oder es kommt zu Pipe-Investments (Kapitalerhöhungen ohne Bezugsrecht)", führt er im Interview weiter aus.

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