Schweizer Finanzministerin will international einheitliche Bankenregulierung

Karin Keller-Sutter meint, dass die Abwicklung von Großbanken wegen internationaler Rechtsrisiken unter Umständen nicht möglich sein könnte.
Karin Keller-Sutter, Finanzministerin der Schweiz, spricht sich für eine international einheitliche Bankenregulierung aus. | Foto: picture alliance/KEYSTONE | ANTHONY ANEX
Karin Keller-Sutter, Finanzministerin der Schweiz, spricht sich für eine international einheitliche Bankenregulierung aus. | Foto: picture alliance/KEYSTONE | ANTHONY ANEX
Reuters

Nach dem Kollaps der Credit Suisse will die Schweiz die internationale Bankenregulierung vereinheitlichen. ”Ich möchte dafür sensibilisieren, dass eine Abwicklung wegen internationaler Rechtsrisiken unter Umständen nicht möglich sein könnte”, sagte Finanzministerin Karin Keller-Sutter in einem Interview der ”Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Mittwochsausgabe). Das sei im Fall der Credit Suisse, die im März im Zuge einer Notübernahme von der UBS geschluckt wurde, ganz klar ein Risiko gewesen.

US-Aufsicht müsste Abwicklung zustimmen

Es gebe erhebliche Zweifel, dass eine Rekapitalisierung über die zwangsweise Beteiligung der Gläubiger funktionieren würde. ”Dabei schaue ich vor allem in die USA”, sagte Keller-Sutter. Weil die UBS und andere große internationale Banken in dem Land stark engagiert seien, müssten die US-Aufsichtsbehörden mit einer Abwicklung einverstanden sein, erklärte sie.

Bei einem Treffen mit Bundesfinanzminister Christian Lindner in Berlin werde sie unter anderem den im April veröffentlichten Bericht zur Bankenstabilität in der Schweiz besprechen. ”Das Interesse daran ist groß, schließlich gibt es in Europa etliche Großbanken, darunter auch in Deutschland.” Nach dem Kollaps der Credit Suisse stellten sich viele Fragen, die international angegangen werden müssten.

Jetzt teilen

Zum Newsletter anmelden

Bleiben Sie mit unserem Newsletter immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen Ihrer Branche.

Newsletter-Bedingungen