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BaFin bestellt Abwickler für Kasse aus dem Umfeld der Reichsbürgerbewegung

Der Abwickler hat die Sicherung und Verwertung des vorhandenen Vermögens abgeschlossen und bereitet seinen Schlussbericht vor.

Peter Fitzek packt in einem Saal des Landgerichtes Dessau-Roßlau im November 2019 ein Dokument, das Bezug zu seinem "Königreich Deutschland" haben soll, aus einem roten Tuch aus. | Foto: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) fordert "Anleger des Herrn Peter Fitzek, Wittenberg, zur Anmeldung ihrer Forderungen bei Abwickler auf", heißt es in einer Mitteilung der Finanzaufsicht auf ihrer Website.

Der Abwickler habe die Sicherung und Verwertung des vorhandenen Vermögens abgeschlossen und bereite seinen Schlussbericht vor, so die BaFin weiter. Damit entzieht die Behörde einem Betreiber von Einlagengeschäften aus dem mutmaßlichen Umfeld der Reichsbürgerbewegung die Grundlage.

Königliche Reichsbank

Fitzek hatte Einlagengeschäfte unter wechselnden Namen betrieben: Anleger zahlten Gelder in eine von ihm gegründete "Kooperationskasse", "Königliche Reichsbank" und aktuell "GK GemeinwohlKasse". Diese Personen werden nun von der BaFin aufgefordert, ihre Rückzahlungsansprüche aus den oben genannten Verfahren bis zum 27. November 2021 beim Abwickler anzuzeigen.

Der Verfassungsschutzbericht von Sachsen-Anhalt führt Fitzek im Kapitel der Reichsbürgerszene auf. Er werde seit 2012 vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt beobachtet, heißt es in einem Bericht der Tagesschau. 

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